Gestern haben wir einen Ausflug in den Hauptbereich der Olympischen Spiele gemacht. Leider ist die ganze Zone nur fuer Ticketinhaber zugaenglich, und da auch die Paralympic Games restlos ausverkauft sind (und sie erst naechste Woche beginnen), konnten wir die grossen Stadien leider nur von ausserhalb fotographieren.
Als naechstes ging's in den Temple of Heaven Park. Der Park diente zur Kaiserzeit fuer diverse Rituale (unter anderem auch fuer Tieropferungen). Ganz speziell ist die Echo Wall: Eine runde Mauer von vielleicht 40m Durchmesser. Obwohl noch diverse Gebaeude dazwischen sind, kann man sich dank der Resonanz der Wand miteinander unterhalten ohne direkten Sichtkontakt zu halten.
Der Park scheint zudem ein Treffpunkt fuer aeltere Leute zu sein, welche entweder Tai-Chi-Uebungen durchfuehren, miteinander singen und musizieren oder ein Tichu-aehnliches Kartenspiel spielen.
Zum Schluss machten wir noch einen Abstecher in die Silk Street. Die Silk Street ist ein Einkaufszentrum fuer allerlei gefaelschte und kopierte Waren. Es gleicht allerdings eher einem tuerkischen Basar als einem normalen Laden. Schon nur der reine Aufenthalt macht da schon Spass um mit den Haendlern zu diskutieren ohne ueberhaupt etwas kaufen zu wollen.
Irgendwie scheine ich Talent fuer solche Verhandlungen zu haben. Eine Verkaeuferin habe ich von 400 Yuen auf 20 Yuen (CHF 3.65) gebracht, obwohl ich ihr die ganze Zeit klar machen wollte, dass ich das Poloshirt gar nicht kaufen wollte. Als ich ihr dann bei 20 sagte, dass ich es mir trotzdem ueberlege, hat sie mich rausgeschmissen, weil sie es nicht fuer 20 verkaufen duerfe. Die zwei Soccer Jerseys habe ich dann fuer 10 Yuen ueber dem Minimalpreis gekauft.
Obwohl mir diverse Verkaeuferinnen angedroht haben, mich umzubringen, werde ich da wohl noch einmal vorbeischauen. :-)
Ein kleines Abenteuer war das gestrige Nachtessen. Wir suchten ein kleines Quartierrestaurant auf, in welchem kein einziger Angestellter auch nur ein Wort Englisch sprach. Auch die Speisekarten waren komplett in Mandarin beschrieben, aber wenigstens mit ein paar Zeichnungen versehen. Schliesslich haben wir das Restaurant trotzdem satt verlassen, mit dem Wissen, dass chinesischer Broccoli wie Spargeln aussieht und wie Radieschen schmeckt. Zudem hat uns unser Mitbewohner versichert, dass wir weder Katze noch Hund gegessen haben. ;-)
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3 comments:
katze und hund sind ja wohl nicht das einzig "grusige" das bei den chinesen auf den tisch kommt... hf hav
Mer hend leider s'Skorpion- und Seestärnässe verpasst. Aber das chömmer ja au no in Korea naahole. ;-)
Han zudem hütt interessanti Sache gläse, über gwüssi Japanischi Gnüss.
Freu mi scho! :-)
Hier ein Vorgeschmack fuer ein paar koreanische Gerichte:
- 보신탕 boshintang: Hundesuppe
- 낚지 nakkji: Octopus, gibts auch lebend. Es sind schon Leute dran erstickt, weil sich die Tentakeln am Hals festsaugen.
- 순대국 sundaeguk: Innereien-Suppe
Also wenn ihr diese Zeichen seht / meiden oder go for it!
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