Am letzten Sonntag reisten wir nach unserem Aufenthalt in Peking Richtung Xi’an. Peking empfand ich als eine sehr schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Die 7 Tage, die wir insgesamt in Peking waren, sind meiner Meinung nach ein wenig zu kurz gewesen, mussten wir doch einiges „in a Rush“ besuchen. Ich denke, 3-4 Tage mehr wären da besser gewesen und wir hätten auch mehr relaxen können.
Am Flughafen von Peking hiess es Abschiednehmen von unseren Mitbewohnern in Peking, die uns bis an den Flughafen begleitet hatten, um eventuellen Probleme mit dem Gepäckgewicht zu klären (der Inlandflug von Peking nach Xi’an ist nicht Teil unseres Around-The-World Ticket und wir durften deshalb nur 20kg mitnehmen). Der Abschied bedeutet auch gleichzeitig, dass wir zum ersten Mal in China auf uns alleine gestellt waren, da wir nicht mehr direkt auf die Hilfe unserer Mitbewohnern zählen konnten.
In Xi’an angekommen, konnten wir einem Taxifahrer irgendwie auch beibringen, dass er uns zum richtigen Hotel chauffiert. Dort aber fing schon das erste Problem an ;-) Das Hotelzimmer hatten wir in Peking online gebucht und Gubsi musste seine Kreditkarte angeben. An der Rezeption aber versuchten die uns zu erklären, dass sie nur bestimmte chinesische Kreditkarten akzeptieren, sodass Gubsi’s Master Card nicht akzeptiert wurde. So kam es, dass wir unsere Mitbewohnerin in Peking anrufen mussten, damit sie für uns diese Sache regeln konnte.
Ansonsten hatten wir in Xi’an keine grösseren Probleme. Obwohl viele Serviceangestellte kein Wort Englisch sprechen und auf der Menükarte alles auf Chinesisch geschrieben steht, haben wir meistens das bekommen, was wir auch wollten. Einmal haben wir ein Gericht mit Schweinefleisch bestellt, von dem ich genau einen Biss genommen hatte (Gubsi hatte sogar nur einen Biss vom eher fleischigeren Teil genommen und hatte dann schon beschlossen, dass er nichts mehr davon probieren möchte ;-)) und es nachher stehen liess, weil es praktisch nur Fett und Knochen enthielt.
Xi’an selbst hat keine Untergrundbahn, so haben wir praktisch immer ein Taxi genommen (ist sehr billig dort) oder sind mit dem Bus gefahren (noch viel billiger, ein Ticket kostet ca. 30 Rappen, da kommen mir alte Erinnerung auf, als ein Busbillett in der Schweiz vor ca. 20 Jahren noch ca. 60 Rappen gekostet hat).
Xi’an hat im Wesentlichen 3 bedeutende Sehenswürdigkeiten: Down Town, ist im Prinzip das Zentrum von Xi’an, aber viele Gebäuden haben dort noch einen traditionellen chinesischen Look, die Terracotta Warriors und die Big Goose Pagoda.
Am Montag besuchten wir die Down Town, wo wir unter anderem die grosse Moschee besichtigen gingen, welche wir aber erst nach ca. einer halben Stunde gefunden hatte, weil diese wirklich super gut versteckt war und meiner Meinung nach auch nicht wirklich gross war. Danach besuchten wir „The Two Towers“, nämlich den Drum und Bell Tower, der Erstere läutet den Morgen ein, während der Letztere für die Nacht zuständig ist. Als Abschluss an diesem Tag wanderten wir auf der Great City Wall von Down Town umher. Geplant war eigentlich, dass wir die Südflanke ganz herablaufen und danach wollten wir wieder zurück. Aber irgendwie wollten wir noch einen Teil der Ostflanke besichtigen. Also wanderten wir der Ostflanke entlang und als unsere Beine müde wurden, wollten wir ein Velo mieten, die wir zuvor an vielen Ständen auf der Mauer gesehen hatten. Aber gerade dann, als wir einen solchen Stand suchten, fanden wir keinen mehr (Murphy’s Law), also mussten wir gezwungenermassen die halbe Mauer herablaufen, was über 2.5 Stunden beanspruchte…
Am Abend suchten wir ein Internet Café auf, bevor wir in den Ausgang gehen wollten. Irgendwie hatte es den Anschein, als würden alle jüngere asiatische Leute im Internet Café in den Ausgang gehen: Entweder spielen sie Counterstrike, sind am Chatten oder schauen sich eiskalt die neusten Kinofilme auf irgendwelchen illegalen Webseiten an.
Obwohl wir beide nicht so Fans von Discos sind, entschieden wir uns trotzdem, in eine Disco zu gehen, mit der Hoffnung, dass diese China evtl. besser sind als bei uns zu Hause. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass der Sound mehr oder weniger genau der gleiche ist und dass ein Bier etwa gleich viel kostet wie in der Schweiz. Viele Leute hatte es auch nicht gerade, also verliessen wir Disco nach gut einer halben Stunde wieder.
Fazit: Die Chinesen verbringen ihren Ausgang im Internet Café oder mit Auf-der-Strasse-herumlaufen. Komische Leute…
Am zweiten Tag unserer Xi’an Reise standen die Terracotta Krieger auf dem Programm. 1947 wurde in Xi’an einige Gruben entdeckt mit sogenannten Terracotta Warriors, die aus Ton angefertigt wurden. Der Kaiser der Qing Dynastie liess diese Krieger für sein Grab erstellen. Die Ausgrabung dieser Krieger ist bis heute noch nicht abgeschlossen. Diese Sehenswürdigkeit war nebst der Grossen Mauer die bis anhin interessanteste auf unserer Reise.
Am letzten Tag in Xi’an schauten wir uns schliesslich noch die Big Goose Pagoda an. Die Pagode an sich war imo nicht so der Hammer, aber der Park rund herum mit den vielen Statuen erstaunten mich dafür umso mehr.
Am frühen Donnerstag morgen packten wir unsere Sachen und flogen zu der nächsten Grosstadt Shanghai.
Nun, was hat der Titel mit diesem Blogeintrag überhaupt zu tun? Da wir beide weder Mandarin lesen noch sprechen können und die Menükarten in den Restaurants meist auch keine Bilder enthalten (siehe oben), bestellen wir immer auf gut Glück ein Gericht. Meist hat es damit geendet, dass wir beide am nächsten Tag den Dünnpfiff hatten (ehrlich gesagt, habe ich noch nie erlebt, dass Gubsi so oft aufs Klo muss wie in Xi’an ;-)). Den Dünnpfiff werden wir auf unserer Reise sicherlich auch noch an anderen Orten haben, aber da müssen wir durch. Hinzu kommt, dass in China das Plumsklo verbreitet ist, welches uns beiden gar nicht passt. So mussten wir entweder warten, bis wir im Hotel waren oder in einem nobleren Restaurant essen gehen, um dort ein richtiges WC zu benützen.
Das Non-Plus-Ultra aber ist, dass es in den Toiletten kein WC Papier gibt. Wenn es wirklich mal dringend wurde und man nicht um das Plumsklo herum kam, ist es vorteilhaft gewesen, wenn man eigenes WC Papier mitgebracht hätte...
Friday, September 12, 2008
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