Wir haben unser Lager im nördlichen Teil, in Kowloon in der Nähe der Nathan Road aufgeschlagen. Wenn man Kowloon von Norden nach Süden durchläuft, erfährt man, wie die Stadt immer tourismusorientierter wird. Im Norden hat man den basar-ähnlichen Night Market und je weiter man nach Süden geht, wechselt das Angebot der Läden von Schildkrötenpanzern zu gefälschten Rolex-Uhren. Ganz im Süden hat man dann Aussicht auf die Skyline von Hong Kong Island mit ihren Lichtshows bei Nacht und kann die Avenue Of The Stars, welche (Hong-Kong-)Chinesischen Filmstars gewidmet ist, entlanglaufen. Etwas Ruhe vom Stadtlärm kann man im Kowloon Park finden, wo es eine Volière, ein Schwimmbad, eine Kung-Fu-Show, etc hat.
Hong Kong Island ist mit den grossen Business-Districts, den Shopping Malls und den Bars eher westlich orientiert. Von Victoria Peak hat man eine wunderbare Aussicht auf die ganze Stadt. Wir haben zudem per längsten Rolltreppensystem der Welt die Mid-Levels erklommen, was allerdings weniger spektakulär war als erwartet.
Für einen Lacher meinerseits sorgte Ken, als er beim Einlass in eine Hong Konger Bar (ab 18) nach dem Ausweis gefragt wurde. Allerdings hatte dies nicht nur mit seinem jugendlichen Aussehen (:-P) (Danke, ihr Hawaiinischen Türsteher) zu tun, sondern auch damit, dass sie keine Hong-Kong-Chinesen in der Bar wollten. Wtf? Da die Klientel der Bar aus 40% Engländern und 60% lokalen Prostituierten, bei welchen man nicht so genau wusste, ob sich wirklich Frauen hinter den drei Makeup-Schichten versteckten, sind wir nach einem Bier auch wieder raus. Später erfuhren wir, dass Hong-Kong-Chinesen nicht reingelassen werden, weil sie im Vergleich zu den Touristen kein Geld haben und somit in der Bar nicht erwünscht sind. Ansonsten gibt es über Hong Kong nicht viel zu berichten, da es hier zu den anderen Chinesischen Städten, die wir besuchten, fast keine Sehenwürdigkeiten gibt und man hier eigentlich nur gut essen und shoppen kann. Sonstige nennenswerte Highlights sind:
- Wir trafen Lynn und Ossi schon in Hong Kong und nicht erst in Korea, weil sie gerade ein verlängertes Weekend in Korea war und sie sich entschieden, nach Hong Kong zu reisen. Tja, Zufälle gibt's immer wieder.
- Einen Tagesausflug verbrachten wir in Macau. Macau wurde von den Portugiesen kolonisiert, was sich auch im Baustil der Häuser und den Mix-Asiaten (die Frauen sehen noch hübsch aus!) widerspiegelt. Im Zentrum befindet sich das Vegas von China. Obwohl wir von vielen schon gehört haben, dass Macau im Vergleich zu Vegas viel geiler sei, hatte uns Macau nicht so wirklich beeindruckt. Da wir schon im Zentrum waren, konnten wir es natürlich nicht unterlassen, neben all den Fischen seated zu sein. Gubsi, selbsternannter unluckiest Player ever, konnte mit seinen KK nicely AA dodgen, nachdem der tricky Japaner mit den Aces Gubsi's Preflop Raise nur coldcallte und der Schnorri-Inder dasselbe machte mit AK. Auf dem Flop kam das letzte As im Deck. Also da hatte Gubsi seine Luckbox wohl endlich öffnen können ;-)
- Im Vergleich zu den anderen bisher besuchten Destinationen ist das Wetter in Hong Kong verdammt heiss. Die Luftfeuchtigkeit ist höher als in Peking und die Temperatur sank in der Nacht wirklich nicht viel ab, so dass man auch am Abend extrem schwitzte. So entstand auch das Lied "Gubsi stinkt, Gubsi stinkt, Gubsi stinkt, Gubsi stinkt" (Take me home country road...).
- Hong-Kong-Chinesen trinken selten "einfach so" ein Bier in einer Bar, sondern spielen irgendwelche Trinkspiele. Deshalb befinden sich immer Würfel und Becher auf dem Tisch und die Locals trinken Bier nur zusammen mit den Trinkspielen wie das uns bekannte "Meier". Ein anderes Spiel ähnelt dem "Schäre-Stei-Papier", welches auch im Film "Rush Hour" mit Jackie Chan zu sehen ist. Was die Locals anstatt "Schäre-Stei-Papier" sagen, verstehen wir heute noch nicht, aber es klingt verdammt lustig ;-)
- Endlich konnte Ken seine heissgeliebten "Tschä-Siu-Bao" in Hong Kong essen und auch Gubsi fand diese nach nur einem Biss so lecker, sodass wir schlussendlich zusammen 18 von denen bestellten. Die Serviertochter war so überrascht über unsere Bestellung, was sich auch schnell im Restaurant herumsprach. Denn normalerweise essen die Gäste nur 1 bis 2 solche Baos.
- Nach 5 Tagen verliessen wir Hong Kong wieder. Später erfuhren wir, dass eine Kollegin von uns gerade nach unserer Abreise nach Hong Kong reiste. Schade, dass wir sie verpasst haben...
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