Sunday, February 15, 2009

Bye bye LA

Am Sonntag war es dann endlich so weit. Wir gingen ins Six Flags Magic Mountain. Kurz nach der Türöffnung waren wir vor Ort um den Tag auch voll und ganz zu geniessen. Die grossen Achterbahnen haben wir schon von weitem gesehen, wir wollten aber den Adrenalin-Grad langsam steigern und deshalb behielten wir uns die krassen Bahnen für den Schluss auf. Unter die ersten Bahnen reihte sich Goliath ein, welche wir schon vom Six Flags in Holland kannten und eines der höchsten (78m) und steilsten (61°, kommt einem aber wie knapp 90° vor) Gefälle bot. Auch wenn wir gefasst waren, was kommt, ist der Sturz in die Tiefe immer wieder atemberaubend. Dazu kommt, dass der zweite Teil der Bahn viel interessanter ist als in Holland, da es in Magic Mountain noch einige Kurven gab, welche mich einmal nahe ans Blackout geführt hat.
Gleich darauf fuhren wir auf Colossus, einer Old-School Achterbahn, welche uns nicht sonderlich beeindruckt hat. Besser war Scream, mit sieben Loops und 'hängenden Cars' welche immer was spezielles sind. Batman - The Ride war auch nicht schlecht, aber wohl inzwischen wohl yet-another-rollercoaster. Mühsam war Riddler's Revenge, in welchem man steht, was sich für die männlichen Besucher spätestens nach der ersten Kurve bemerkbar macht, der 'Schrittstütze' wegen.
Nach einigen kleineren Bahnen wollten wir dann auf der weltberühmten Superman - The Escape fahren. Man startet in einem Tunnel, fetzt mit 160 km/h ca. 100m geradeaus, worauf sich der Coaster um 90° wendet. Nun düst man vertikal in die Höhe bis zum toten Punkt (126m), wo man Superman ins Auge blicken kann und einen Moment lang schwerelos stillsteht. Danach geht's wieder den gleichen Weg rückwärts zurück. Das tönt alles ziemlich atemberaubend und wäre es wohl auch, wenn man es erleben würde. Leider war die Bahn aber geschlossen aufgrund der Regenfälle der letzten paar Tage. Immer sones Päch!
Nach der kleineren Ninja folgte dann das erste Park-Highlight: Tatsu. In dieser Bahn sitzt man nicht sondern liegt man, gesichert durch eine Harnisch. Somit kommt man dem Fliegen ziemlich nahe. So wird auch der erste Aufstieg ziemlich krass, wenn man zwischen dem Boden und seiner Sicherung nur noch 50m Luft und Bäume sieht. Imposant war der Riesenloop, der durch den Fakt, dass man liegt einem noch viel intensiver einfährt. Bisher mein absoluter Favorit aller Achterbahnen. Gleich danach wollten wir noch eine kleinere Bahn besuchen, landeten dann aber aus Versehen beim zweiten Highlight des Parks: X2. Man erwartet nichts Böses, wenn man sich in die bequemen Sessel setzt. Man wird sogar von Musik begleitet! Das die Bahn nicht ganz normal ist, merkt man spätestens, wenn sich der Sessel rotiert und man auf dem Rücken liegt. Noch schlimmer wird's dann, wenn sich die Bahn rückwärts in Bewegung setzt. Blind fährt man die erste Rampe hinauf, begleitet von Enter Sandman. Zum Glück kenne ich das Lied in- und auswendig, deshalb konnte ich in etwa voraussehen, wann's losgeht. Die ganze Fahrt ist dann ein richtiges Abenteuer. Es geht rauf und runter, rückwärts und vorwärts, links und rechts, wobei der Sitz pausenlos rotiert, ständig begleitet von irgenwelcher Musik. Fantastisch!
Zuletzt besuchten wir noch Viper, welche wir eigentlich vor X2 fahren wollten. Nach den zwei Highlights war sie dann allerdings nicht mehr sehr speziell, trotz vielem hin und her und einigen Loops. Als dann das Wetter langsam wärmer wurde, beschloss ich, meine Jacke im Auto zu verstauen, da ich nicht gerne Gerümpel mit mir herumtrage. Schlau geplant! Denn gleich danach sind wir auf eine Wildwasserbahn, was die nächsten paar Stunden ziemlich kalt hat werden lassen. Zunächst haben wir uns aber einen Moose-(msssss)-Burger reingezogen und den zweiten Teil des Tages geplant. Wir beschlossen, alle Bahnen aufsteigend noch einmal zu besuchen, dh. wir begannen mit den Old-School-Coaster und wollten den Tag mit den beiden Top-Bahnen beenden. Wir zogen alles schön durch, bis wir bei der finalen Bahn - Tatsu - ankamen, die wegen technischen Schwierigkeiten temporär ausser Betrieb war. Super! Wir beschlossen zur Erholung nochmals Goliath zu besuchen (Ja, auch wenn Goliath in Holland die #1 Bahn war. Hier war's wirklich eine Erholung). Danach hatten wir trotzdem noch Glück, dass wir gerade auf die letzte Tatsu-Ride des Tages hüpfen konnten, was den Tag noch einmal krönte.
Fazit: Für Rollercoasterfans ist dieser Park einfach ein Muss! Unser nächster Park wird dann wohl das Six Flags in New Jersey sein, mit dem wohl alles überbietenden Kingda-Ka!

Der Montag war darauf komplett anders gestaltet. Wir besuchten Kens Cousin David auf dem UCLA-Campus. Zuerst assen wir in einer der Mensae zu Mittag, was uns beide ziemlich neidisch machte auf die UCLA-Studenten. Für ein paar Dollar hat es einige All-you-can-eat Buffets. Auch die Drinks sind inklusive! Es werden zwar nicht viele Menüs gekocht, dafür hat man nach einem Mittagessen auch genug für den ganzen Nachmittag und bekommt nicht wie an der ETH eine Suisse-Miniature-Portion vorgesetzt für den doppelten Preis (und hat dann noch nichts getrunken). zudem kann man sich Salate und Sandwiches selber zusammenstellen und kann danach sogar noch zu Dessert greifen. Und nein, all-you-can-eat != fette Studenten, da an den Ami-Unis Sport ziemlich gross geschrieben zu sein scheint.
Danach sind wir mit David in eine seiner Vorlesungen gesessen. Das Thema war 'Eigenschaften des Lichts'. Leider haben wir Space-Time um zwei Wochen verpasst. :-(
Der Unterricht an der UCLA scheint vom Stil her eher an die Kanti als an die ETH zu erinnern, da der Professor alles zweimal erklärt, Schritt für Schritt durchrechnet und auch immer schön Beispiel dazu macht. Die Studentenschaft ist aber die gleiche. Es gibt Frööglis, schlafende Studenten, mitschreibende Studenten, zu spät kommende Studenten, etc. Nur Kreuzworträtsel-lösende Studenten haben wir nicht gesehen. Danach hat uns David noch ein wenig den Campus und sein Wohn- und Schlafzimmer gezeigt und wir haben noch einen Kaffee getrunken, bevor wir dann eine weitere Vorlesung auf gut Glück besucht haben (das Thema war Frequenz Modulation, welches ein bisschen anspruchsvoller war). Danach sind wir nach Hause gegangen. Beide hatten darauf sofort wieder Lust zu studieren und das Studentenleben zu geniessen, aber leider müssen wir Armen bald mit arbeiten beginnen. :-(

Am Dienstag sind wir nach Malibu-Beach gefahren um Pamela Anderson, Carmen Electra und David Hasselhoff zu suchen. Leider war der Strand eine ziemliche Enttäuschung. Er steht in keinem Vergleich zu Venice oder Santa Monica Beach. Der Strand ist nicht sehr gross und schönen Sand sucht man auch vergebens. Aber ein paar Rettungsschwimmer-Autos haben wir gesehen. :-)

Ursprünglich wollten wir eigentlich am Mittwoch nach Mexico fliegen. Es gab aber nur einen Direktflug von LA nach Cancun jeweils Samstags, deshalb blieben wir noch drei weitere Tage in Kalifornien. Da unsere Automiet-Vertrag am Mittwoch auslief, mussten wir kurz zum LAX düsen um den Vertrag bis Samstag zu verlängern. Als wir dann am Desk standen und den Preis für die nächsten drei Tage hörten, fielen wir aus allen Wolken. Der nette Herr wollte uns den selben Wagen für den vierfachen Preis weitervermieten. Wir machten ihn darauf aufmerksam, dass wir informiert wurden, dass wenn wir die Verlängerung persönlich vor Ort vornehmen, keine zusätzlichen Kosten entstehen würden. Er meinte, dass er uns den Wagen auf keinen Fall billiger geben könne, worauf wir uns aufmachten einen anderen Vermieter zu suchen. Leider mussten wir feststellen, dass kein Vermieter die Autos viel billiger weggeben wollte, worauf wir uns damit zufrieden geben mussten. (Der Grund für die Erhöhung sei die schlechte Lage der US-Autoindustrie, welche im Moment keine weiteren Autos liefern können. Europäische oder Asiatische Autos zu vermieten ist wohl noch keinem Vermieter in den Sinn gekommen...)
Nach den Strapazen haben wir noch einen Abstecher ans Santa Monica Pier gemacht und sind gleich darauf nach Hollywood gefahren, wo wir noch den Porno Walk of Fame begutachten wollten. Der stand allerdings ein wenig im Schatten des grossen Walk of Fames, da er nur aus einer handvoll Fuss- und Handabdrücken bestand.
Gleich darauf sind wir nach Anaheim gefahren um unser zweites NHL spiel zu sehen. Die lokalen Ducks spielten gegen die Flames aus Calgary. Da die Kanadier gleich darauf noch gegen Los Angeles spielten, haben viele Landsmänner die Chance gepackt und sind ihrem Team nachgereist, was für eine - für eine NHL-Spiel - ziemlich gute Stimmung sorgte. Das Spiel war auch viel besser als jenes der Kings von vor ein paar Wochen. Es gab einige Schlägereien, viele Torchancen und ein ziemlich ausgeglichenes Spiel. Das Heimteam gewann dann in der Verlängerung, welche ziemlich inkonventionell war. Gespielt wird in der Overtime normalerweise 4 gegen 4, da es aber kurz vor Schluss der offiziellen Zeit eine Keilerei gab, wurde 3 gegen 3 gespielt, was die Verlängerung viel offener gestaltete. Wieder zufrieden mit dem nordamerikanischen Eishockey fuhren wir durch den Stau wieder nach Hause.

Für den Donnerstag plante Ken einen Besuch in den Universal Studios. Da ich vor ein paar Wochen schon da war, blieb ich zu Hause und lasse drum Ken von seinen Erlebnissen erzählen:

Knapp 30 Minuten nach Türöffnung bin ich in den Universal Studios eingetroffen. Da sich der Theme Park ein wenig hinter der Drop-Off Zone befindet, wo mich Michael ausgeladen hatte, musste ich zuerst durch Universal City laufen, um in den Park zu gelangen. Universal City erinnert von der Aufmachung her extrem an Hollywood: Ein langer Gehweg und auf den Seiten sind überall kitschige Shops und Restaurants zu sehen.
Dank meines Kombi-Tickets (Sea World und Universal Studios) konnte ich die Warteschlange vor der Kasse umgehen, die mehrheitlich aus asiatischen Touristen bestand. Kontrolliert wurde ich am Eingang anhand meines Fingerabdrucks, welchen ich im Sea World eine Woche zuvor hinterlegen musste (an Lynn: Du hettisch es Problem! ;-)).
Gleich zu Beginn schnappte ich mir eine Karte des Parks und einen Schedule aller Shows an jenem Tag. Da manche Shows halbstündlich gezeigt wurden und manche nur zweimal am Tag performt wurden, hatte ich den Tag so geplant, dass ich alle wichtigen Shows anschauen gehen konnte. Eine kurze Zusammenfassung der Shows folgt weiter unten:

Terminator 2 - 3D: Die erste Show, die ich an diesem Tag gesehen hatte und meiner Meinung nach auch die beste. Zuerst lief man in einen Warteraum, der im Innern so aufgemacht war wie das Cyberdyne Gebäude. Etwas später wurde man von der Chefin von Cyberdyne begrüsst und sie präsentierte auf einem grossen Monitor, wie schön die Welt mit Skynet aussehen könne. Mitten im Film wurde dann eine Szene mit John und Sarah Connor (Linda Hamilton, yeah!) eingeblendet, wo sie uns Zuschauern mitteilten, dass wir schnellmöglichst verschwinden sollten, weil sie Cyberdyne in die Luft jagen würden. Nach diesem Intermezzo wurden wir in ein Auditorium geführt, wo die Chefin live Skynet vorstellte und da natürlich etwas schief gehen musste.
Die Show bestand aus Wechsel zwischen Live-Performance und Film auf der Kinoleinwand - natürlich in 3D - (der Terminator wird im Film von Arnold Schwarzenegger natürlich gespielt!) und spielt nach Terminator 2 ab. Der Übergang zwischen dem Film und der Liveshow ist wirklich genial gemacht und in Kombination mit dem Rauch, Wasserdampf, plötzlich vibrierende Sitze, etc. im Auditorium, hatte ich das Gefühl, dass ich Teil der Show war.

Waterworld: Diese Liveshow lehnte sich an den gleichnamigen Film an und wurde von bekannten Stuntleuten performt. Die Show spielt in einem grossen Pool ab. Die Story ist recht banal, aber dafür sind die Stunts dafür umso spektakulärer. Fazit: Gute und amüsante Show.

Animal Actors: In dieser Show wurden diverse Tiere vorgestellt, die in bekannten Hollywoodfilmen mitspielen. Einige Tiere, die während der Show aufgetreten waren, hatten z.B. im Film "Evan Almighty" einen Gastauftritt. Die Trainer dieser Tiere gaben dabei ein paar Einblicke in das Training mit solchen Tieren und performten am Schluss zusammen mit dem jeweiligen Tier etwas spezielles, wie "Geldscheinklauen" (halte eine Dollarnote in die Luft und ein Papagei wird der Person die Note wegnehmen), etc. Für Tierliebhaber wie mich war diese Show lustig und interessant, obwohl sie mich stark an die Pet Show im Sea World erinnerte.

Backdraft: Zu Beginn wurde man in Szenen von bekannten Hollywoodfilmen eingeführt, wo das Feuer eine wichtige Rolle spielte. Danach erlebte man live, wie ein grosser Fabrikraum Feuer fing und somit alles abgefackelt wurde. Naja, hab schon besseres gesehen.

Shrek 4D: Wie bei Terminator war auch Shrek in 3D, begleitet mit dem zusätzlichen Feeling, dass man z.B. mit wenig Wasser während der Show angespritzt wurde, wenn eine der Charakteren im Film niessen musste, etc. - das ist mit 4D gemeint. Der Kurzfilm ist recht amüsant und ist jedem Shrekliebhaber zu empfehlen.

Special Effects: In dieser 30minütigen Show hätte man Einblick bekommen, wie Special Effects zu bekannten Hollywoodfilmen hinzugefügt wurden. Ich hatte eigentlich vor, die letzte Vorstellung um 16:30 zu besuchen, aber aus irgendeinem Grund wurde diese gestrichen, weshalb ich also diese Show leider verpasste.

Zwischen den Shows bin ich jeweils auf diversen Bahnen gewesen, wie z.B. auf dem neuen Simpsons Ride, in welchem man in einem Simulator drin sitzt und man zusammen mit Homer, Bart und Co. von Sideshow Bob gejagt wird. Auch den Mummy Ride hatte ich besucht: Eine klassiche Achterbahn im Dunkeln, wo man zuerst vorwärts umherkurvt und dann rückwärts wieder zurückfuhr. Im Vergleich zu den Six Flags Magic Mountain Rollercoasters ist diese Bahn aber wirklich gar nichts! Auch eine Jurassic Park Wildwasserbahn gab es, auf der ich zum Glück keineswegs nass wurde (der Inder vor mir jedoch hatte weniger Glück...). Auch die 45minütige Universal Studio Tour, wo man in einem kleinen Bus rund um den Park fuhr und dabei diverse Schauplätze sehen konnte, die für einige bekannte Filme genutzt wurden, konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Während der Tour sind mir alte Erinnerungen hochgekommen, als ich vor über 20 Jahren zuletzt im Universal Studio war und genau bei dieser Tour zu weinen begann, als der weisse Hai erschien :-).
Zu guter Letzt war ich noch im House of Horror, das einem Geisterhaus an der Chilbi glich. Am Anfang bekam man doch einen kleinen Adrenalinschub, als plötzlich ein Live-Performer die Hand einem ins Gesicht hielt, als man um die Ecke lief. Aber die nachfolgenden Fallen waren dann alle recht vorhersehbar und deshalb recht langweilig. Michael hatte da viel mehr Spass, als er mit zwei Koreanerinnen in diesem Geisterhaus war - fragt ihn selber ;-)

Am Abend ging ich eine gute Kollegin meiner Mutter besuchen und sie lud mich zusammen mit ihrem Sohn, ihrer Tochter und deren Mann zum Nachtessen in einem Vietnamesischen Restaurant ein. Das Essen war echt lecker, hatte ich doch schon seit über zwei Monaten nicht mehr Vietnamesisch gegessen (mit Michael geht man eben sehr oft Sushi essen ;-)). Am späteren Abend holte mich dann Michael vor dem Hause der Kollegin ab, welche mich bat, ihn ins Haus zu führen, damit sie Michael mindestens einmal gesehen habe. Dabei hielt sie Michael für einen Deutschen (Anmerkung: Die Kollegin meiner Mutter ist schon durch viele europäische Länder gereist und kennt sich daher ein wenig aus), was meiner Meinung nach an der Grösse, Augenfarben und wohl auch am geschorrenen Kopf (Skinhead und so) liegen könnte. Dies habe ich Michael dann später auch in einer Bar mitgeteilt, was er nicht glauben wollte ;-). Mehr dazu weiter unten.

*hust* Merci Ken, für die Einlage.

Später am Abend haben wir noch unsere koreanische Kollegin, welche in LA studiert, getroffen. Sie hat uns mit ihrem Freund in ein Lokal geführt, welches eine grosse Auswahl an lokalen und fremden Bieren hatte. Leider war die letzte Alkoholrunde schon kurz um halb 2 (sind wir uns inzwischen gewohnt), somit blieb es bei zwei Bieren. Interessant war die Begegnung mit zwei Indischen Gästen der Bar. Da der Freund unserer Kollegin auch Inder ist, haben sie in erkannt und darauf bestanden mit ihm ein paar Worte zu wechseln. Er ist dann aufgestanden und hat ihren Wunsch erfüllt. Danach hat er sich wieder zu uns gesetzt. Die zwei Inder wollten sich darauf noch zu uns setzen und begrüssten uns mit ausgestrecktem Arm und einem 'Heil Hitler'. Wtf? Sie hatten gedacht, dass ich ein Nazi-Skinhead sei, aufgrund meines Kurzhaarschnitts (ich trage meine Haare jetzt schon ein paar Jahre wieder kurz, aber das ist mir noch nie passiert. Und so kurz waren sie gar nicht mehr: In zehn Tagen sind die Haare schon wieder ein bis zwei Millimeter gewachsen. :-) ). Ganz ausser Acht gelassen haben sie wohl, dass ein Neonazi wohl kaum mit einem Inder, einer Koreanerin und einem Chinesen ein Bier kippen würde. Obwohl ich ihm klar gemacht habe, dass ich keine rechtsextreme Gesinnung habe, wollte uns einer der beiden dann klar machen, dass Hitler die Inder sehr geliebt hatte, da die Inder eigentlich auch Arier seien aufgrund ihrer gemeinsamen, indo-germanischen Herkunft. Wirklich sehr amüsant. :-)
Die Konversation/der Monolog wurde dann abrupt beendet, als der andere Inder begann unsere Kollegin zu begrabschen, worauf die beiden aus dem Lokal geschmissen wurden.
Da unsere Kollegin am nächsten Tag eine Prüfung hatte, gingen sie danach nach Hause. Wir entschlossen uns spontan beim UCLA-Campus vorbeizuschauen, da wir am Montag Flyer für eine Party am Donnerstagabend bekamen. Gefunden haben wir aber nichts, wohl weil sie schon um 2 Uhr vorbei war. Nüchtern fuhren wir dann halt wieder nach Hause.

Der letzte Tag stand im Zeichen des Postkarten-schreibens und Adé-sagens. Wir schrieben den ganzen Tag Grüsse in die ganze Welt. Wir sind kurz vor fünf fertig geworden und da Kens Tante uns gesagt hatte, dass die Post um 5 Uhr schliesst, haben wir dann die 2 Meilen ziemlich schnell hinter uns gebracht. (So schnell waren wir wohl gar nicht, da wir eh nach jedem Block an ein Stopsignal gerieten und somit wieder anhalten mussten.) Schlussendlich stellten wir fest, dass die Post bis 6 Uhr offen hatte. Den Rückweg gingen wir dann gemütlicher an.
Danach verabschiedeten wir uns von Kens Onkeln und Tanten, die uns in den letzten Wochen beherbergt hatten. Danach hiess es Koffer packen und weiter geht unsere Reise. Die nächste Station ist Cancun, Mexico, wo hoffentlich die Sonne scheint und der Alkohol länger als bis 2 Uhr morgens fliesst. ;-)

4 comments:

Unknown said...

@Ken: Die Firma in Terminator 2 heisst übrigens Cyberdyne Systems :)

Bulldooozer said...

@oli: rächt hesch, aber schwige söttsch ;-)

nei merci, han's korrigiert.

Swissbanana said...

In der Pyramide von der Mummy hatte ich den Schreck meines Lebens. Da wird man doch von so herzigen Rattenviechli in einem Kaefig abgelenkt, und sobald man sich umkehrt, um weiterzugehen, springt einem eine Live-Mumie mit glueheneden Augen entgegen. Diesem guten Schauspieler hatte ich wohl den Tag mit meinem Schrei verschoenert. Oder er ist nun taub. :)

Swissbanana said...

hey ken - zu meiner zeit gabs im sixflags magic mountain nur eine bahn, die x hiess, nicht x2. deine beschreibung passt aber exakt auf die x zu. haben sie bloss den namen geaendert oder den fun nochmals quadriert?