Am letzten Samstag sind wir nach Kyoto gefahren. Wir haben dabei eine Kollegin getroffen, welche ich bei meinem letzten grossen Trip vor sieben Jahren nach San Francisco kennengelernt habe. Sie hat uns einige interessante Orte in Kyoto gezeigt.
Zuerst haben wir Rengeo-in besucht. Rengeo-in ist ein Tempel dessen Hauptattraktion 1001 Buddha-Statuen sind. Sie sind alle neben- und hintereinander auf einer Tribüne in der Sanjuusangen-do aufgereit. Einige dieser Statuen sind über 800 Jahre alt! Vor den Buddha-Statuen befinden sich Statuen von Schutz-Gottheiten. Inmitten der vielen Statuen befindet sich eine grosse Buddha-Statue, welche zum 'National Treasure' von Japan zählt. Auf halbem Weg durch die Halle konnten wir uns in Shodo (Japanische Kaligraphie) üben. Wir schrieben eine Buddhistische Sure ab und schrieben einen persönlichen Wunsch dazu. Auf dem Rückweg durch die Halle erfuhren wir zudem, dass in diesem Tempel jährlich - und dies seit dem 17. Jahrhundert - ein Bogenschiesswettbewerb stattfindet, bei welchem innert 24 Stunden (!) so viele Pfeile wie möglich auf ein Ziel am anderen Ende der Halle geschossen werden.
Nach einem kurzen Mittagessen sind wir zum Kiyomizu Tempel gelaufen. Von der Terrasse des Tempels hat man eine schöne Aussicht auf einen Teil Kyotos, wenn das Wetter mitspielt. Gleich neben dem Tempel ist der Otowa Wasserfall, dessen Wasser therapeutische Wirkung haben soll.
Zum Schluss haben wir noch einen Park besucht der vor allem im Frühling interessant ist, wenn die Kirschbäume ihre Blüten tragen, bevor es dann schon wieder Zeit zum Abschied nehmen war.
Auf dem Nachhauseweg haben Ken und ich dann unser letztes Geld für Bier ausgegeben. (So schlimm wie es sich anhört, ist es nicht. Wir haben einfach die Karte nicht genau gelesen und fast 100% Servicegebühren bezahlt. Bravo!)
Am Sonntag haben wir einen der ältesten Tempel (Ende 13. Jahrhundert) in Japan besucht, den Shitenno-ji. Danach sind wir nach Universal City (die 'Vorstadt' der Japanischen Universal Studios) gedüst und haben dort unseren Hunger gestillt. Zum Schluss sind wir noch nach Tempozan gefahren. Dort befindet sich das höchste Riesenrad der Welt, von welchem man eine Aussicht über ganz Osaka und bis nach Kobe hat. Gleich daneben befindet sich das grosse Aquarium von Osaka (Nein, kein Casino!), welches wir dann am Montag besucht haben. Die Hauptattraktion waren zwei Walhaie (ihres Zeichens die grössten lebenden Fische der Welt). Sie waren zwar kaum ausgewachsen, trotzdem waren es eindrückliche Lebewesen, die den daneben schwimmenden Mantelrochen ziemlich mickrig erscheinen liessen. Interessant waren auch die kleinen Delfine, welche dauernd die Zuschauer mit ihren Tricks zu beeindrucken versuchten und die lustigen Pinguine. Nachdem Aquarium und einem traditionellen Kansai-Mittagessen fuhren wir dann zur City Hall, welche wir eigentlich schon letzte Woche sehen wollten, aber am Abend nicht mehr fanden. Leider war sie nicht wirklich spektakulär, und der danebenliegende Park war gerade im Umbau.
Ich habe mich dann alleine in Richtung Süden aufgemacht, da Ken langsam genug von den verschiedenen Tempel hatte. Nach einer kurzen Wanderung durch ein Osaka-Vorstadtquartier bin ich dann schlussendlich beim Tempel/Schrein angekommen. Wie im Reiseführer beschrieben, konnte man hier noch einige Chinesische Einflüsse im Baustil und auch bei den Verziehrungen feststellen. Als Bonus habe ich dann noch einen Blick auf das Osaka Fussballstadion werfen können.
Heute haben wir die alte Haupstadt Japans - Nara besucht. Nara beherbergt eine der grössten Bronze-Statuen der Welt, ein 16 Meter grosser Buddha. Er befindet sich im grössten Holzhaus der Welt, welches einen imposanten Anblick bietet. Gestützt wird das Haus durch mächtige Holzpfeiler, von denen einige ein kleines Loch am Boden haben. Wenn man den Legenden Glauben schenkt, wird man glücklich und klug, wenn man durchkriecht. Ken - die Luckbox - hat es mit ein wenig Hilfe geschafft. Ich mit meiner Kleiderschrank-Statur hab nicht durchgepasst. ;-)
Nicht zu übersehen sind in Nara die vielen Hirsche und Rehe, welche in der Nähe des Nara Parks frei herumlaufen. Die meisten kenne absolut keine Scheue, laufen über Strassen, lassen sich füttern. Man kann sie auch mit Reisgebäck füttern, dass überall verkauft wird (schmeckt übrigens ganz vorzüglich und ist vergleichsweise billig. Wieso also die Tiere damit füttern? :-) ).
Wieder zurück in Osaka haben wir endlich ein All-You-Can-Eat-Sushi-Restaurant gefunden. Wir haben beide ca. 30 Stück Sushi verdrückt - Ken ein bischen mehr, ich ein bisschen weniger. Hab dann dafür beim Dessert zugeschlagen. Jetzt ist erstmal verdauen angesagt, bevor wir uns auf die Suche nach billigem Bier machen. Prost!
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4 comments:
muesch halt weniger i mac, denn schaffsch's au dur das loch und vor allem magsch denn au meh sushi ässe :-)
Was???? Ich glaub das nicht!!!
Ken isst mehr Sushi als Michael. Da muss es zum Dessert Coupe Danmark, Schoggiguetzli oder einen grooossen Mohrenkopf gegeben haben.
wenn's um essen mit sehr geringem fettanteil geht, kann ich wohl mehr als michael essen :-)
deshalb hab ich auch erst 2 kg abgenommen, während michael schon knapp unter 80 ist ;-)
es soll noch erwähnt werden, dass michael um schluss nur noch dessert gegessen hat (weil es für sushi keinen platz mehr in seinem magen hatte), um seinen teller-turm zu erhöhen. cheater... ;-)
Gopf! Schon 5kg abgenommen und das mit praktisch 0 Sport...
Wird Zeit, dass wir ins Fastfood-Land kommen. ;-)
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