Wednesday, March 25, 2009

Home Sweet Home

Nach exakt 6 Monaten und einem Tag sind wir also wieder zu Hause angekommen. Der Flug war so etwas von beschissen. Ich bemerkte zu Beginn nicht, dass mein ausklappbarer Tisch am Vordersitz befestigt war. Somit versuchte ich also sogleich die Abdeckung der Armstütze aufzumachen, wo ich meinen Tisch vergebens suchte. Ich fand nur einige Kabel, von welchen ich wohl beim wieder-verschliessen eines kaputt machte. Jedenfalls hatte ich schlussendlich nur Sound auf einer Muschel meines Kopfhörers. Dazu kam, dass der Winkel des TV-Screens nicht verstellbar war. Ich musste also halbwegs in meinem Sessel liegen, damit ich was sah und zudem mit einer Hand das Ohr zuhalten, welches keinen Sound aus dem Kopfhörer hatte, damit der Flugzeuglärm nicht meinen Film übertönte. Einen Film zu schauen kann wohl kaum ungemütlicher sein. Achja: Ich zog mir 'The Day The Earth Stood Still' rein. Trotz meinen Bemühungen habe ich nicht viel vom Film mitbekommen, nur dass die Hauptbotschaft des Films clever war. Den Rest des Fluges verbrachte ich damit, mein letztes Buch zu Ende zu lesen und mit dem (beinahe kläglichen) Versuch, Schlaf zu finden.
Wie immer war ich froh, dass der Flug vorüber war (und sehnte mich nach der Zeit, wo ich mir vielleicht mal Business-Class leisten kann), obwohl es diesmal bedeutete, dass zugleich unsere Reise ein Ende fand. Wie schon von Ken erwähnt, wurden wir am Flughafen von meinem Vater mit Gipfeli und Kaffee (mmmmmmmm, fein!) in Empfang genommen und nach Hause durch die immer noch verschneite Schweizer Landschaft gefahren. Viele Dank nochmals auch von meiner Seite!

In der Zwischenzeit haben wir uns so halbwegs wieder eingelebt. Auch nach zwei Wochen kommt es mir immer noch komisch vor, wenn ich in einer Bar so viel Schweizerdeutsch höre. Auch wollte ich am Kebapstand zuerst in Englisch bestellen, was ich mir dann aber schnell anders überlegt habe.
Dass wir wieder zu Hause sind, haben wir spätestens bei den Preisen bemerkt. Ein Subwaysandwich mit Getränk (No Refill!) kostet fast 20 CHF. Ein Bier im Pub 9.-. Eine Zugfahrt nach Zürich kostet 15.-. Das fährt besonders ein, wenn man am Ende der Ferien blank ist...
Interessant ist auch das Zurechtfinden im Strassenverkehr. Schon zweimal habe ich im letzten Moment noch bemerkt, dass ich bei einem Rotlicht nicht rechts abbiegen darf (wann wird das in der Schweiz endlich eingeführt?!). Im einen Fall hatten die beiden Passagiere nicht so Freude, als ich das Rotlicht überfahren hatte und erst ganz vorne an der Kreuzung anhielt. ;-) Zu einem Rechts-Überholmanöver (nochmals: wann wird das in der Schweiz endlich eingeführt?!) ist es zum Glück noch nicht gekommen, obwohl ich das wohl auch bald vermissen werde. Wenigstens haben wir mit 120 eine der höheren Tempolimiten.
Auch musste ich mich daran gewöhnen, dass hierzulande gewisse Läden über Mittag nicht offen haben. Und schon gar nicht am Abend (Wann wird das endlich abgeschafft?!). Auch vermisse ich 24h Sportfernsehen... :-(

Inzwischen habe ich noch Post vom Neuseeländischen Justizministerium bekommen. Für die bereits erwähnte Busse habe ich 2 Mahnungen bekommen (court cost: 30$) und zudem ist noch eine weitere Busse (inkl. 1. Mahnung) ins Haus geflattert, von welcher wir aber nicht mehr wissen, wer gefahren ist. Ich habe mich also sogleich beschwert, dass ich die administrativen Kosten von 2x30$ nicht bezahlen werde, da ich ja gar nicht zu Hause war. Die Antwort aus Neuseeland: '2 Bussen? Wir haben hier nur eine registriert!' Bene! Doppelt Glück gehabt, da die 'verlorengegangene' Busse die teurere war, die ich alleine bezahlen müsste.
Die letzte Zeit haben wir mit unserer Jobsuche verbracht. Ich habe bereits bei meiner alten Praktikumsfirma unterschrieben, während Ken bei mehreren Arbeitgebern in der zweiten Runde ist, und wohl auch per Anfang April mit der Arbeit beginnen kann.

Nun habt ihr sicher alle noch auf die letzten BicMac-Tests gewartet. Et voilà:

Continental USA:

Liebe: Hängt total vom Lokal, dem Stress und dem Burgerkoch ab. Meistens aber i.O.
Preis: billig wie allgemein in den USA (Ausnahme: Hawaii)
Genuss: The best of the best of the best, Sir!
Grösse: Normal gross, sprich: wie in der Schweiz

Mexico (nur von Ken getestet und zudem war es ein Double Big Mac mit vier Fleischstücken):

Liebe: Nichts besonderes. Der Pluspunkt war, dass es nur eine Gurke hatte ;-)
Genuss: Es ist schwer, diesen Double Big Mac irgendwo einzureihen. Das Fleisch war gut gewürzt, dank der doppelten Schicht konnte man dies auch gut schmecken. Jedoch kann der MEX Big Mac dem US Big Mac nicht im geringsten das Wasser reichen.
Für einen ganz krassen negativen Punkt sorgte das KALTE untere Hamburgerbrötchen. Aus diesen Gründen bekommt dieser Double Big Mac die Note mittelmässig.
Preis: Der Big Mac war für Schweizer Verhältnisse nicht so teuer, jedoch für Mexikanische. Preislich liegt dieser irgendwo in der Region des CND und US Big Macs.


Alles in allem muss man sagen, dass der Big Mac in seinem Ursprungsland einfach Top ist. In China ist zwar der Geschmack knapp an den Ami-Big-Mac herangekommen, wurde aber aufgrund seiner Grösse und seinem Erscheinungsbild klar in die Schranken gewiesen. Auch der fast geschenkte Preis kann da nichts mehr ausrichten.



Abschliessend möchte ich mich ebenfalls bei all den netten Leuten bedanken, welche unsere Reise in irgendeiner Form bereichert haben. You know who you are!
Last but not least natürlich auch ein liebes Dankeschön an meinen Travelbuddy Ken, welcher es sechs Monate lang mit mir ausgehalten hat. :-)

1 comment:

Bulldooozer said...

es sollte noch erwähnt werden, dass "dä ärmscht" auch meine abdeckung der armstütze aufgerissen hatte, so nach dem motto "zeig mal, gseht's bi dier au so us"! zum glück funktionierten meine kopfhörer danach noch einwandfrei ;-)