Nachdem Ken am Freitag Abend in LAX gelandet ist, konnten wir unsere Reise schlussendlich gemeinsam fortsetzen. Am Samstag Morgen bekamen wir noch Besuch von Kens Verwandten und gingen gleich danach auf Autosuche. Unser Plan war ein Auto zu mieten um danach gleich nach Norden zu fahren nach San Francisco.
Die Suche nach dem richtigen Autovermieter erwies sich als komplizierter als erwartet, da es in unmittelbarer Flughafennähe unzählige verschiedene Anbieter gab, welche sich preislich bis fast 100% unterschieden. Wir hatten uns schlussendlich für einen Jeep Compass entschieden (never again!) und haben zuerst unser nächstes Hotel in Downtown LA gesucht.
Wir hatten vor unserer Fahrt nach Norden noch vor ein Spiel der Los Angeles Kings zu besuchen. Dafür hatten wir uns Spezialtickets erworben, die uns ermächtigten vor dem Spiel noch eine Party gehostet von Marty McSorley (Ken: 'Wayne Gretzkys Schutzengel') zu besuchen. An der Party gabs gratis Bier und einen Hotdog, live Musik und ein Trivia-Quiz mit Marty. Aus welchem Grund auch immer war das Ende der Party aber exakt auf Spielbeginn getimet. Deshalb wollten wir sie vorzeitig verlassen, um das Pregame-Spektakel im Stadion nicht zu verpassen. Zurecht! Eine grosse Lichtshow, die Ami-Hymne, grosses Einlaufen der Kings. Ein Muss, auch wenn man kein Fan von patriotischen Szenen ist, wie der frenetische Applaus des ganzen Stadions für einen einzigen Soldaten im Publikum.
Das Spiel wr dann ein Debakel. Laaaangweilig über die ganze Spieldauer, zudem waren die Gäste aus New Jersey das bessere Team und bodigten die Kings mit 5:1. Zudem war das Niveau über das gesamte Spiel von beiden Teams nicht so hoch, wie ich es von der NHL erwartet hätte.
Am Sonntag machten wir uns dann auf in Richtung Norden. Das Ziel war San Francisco - home away from home, wo ich vor sieben Jahren schon einmal drei Monate verbracht habe. Am Morgen danach erwartete uns aber eine böse Überraschung. Jemand hatte die Scheibe auf der Fahrerseite unseres Autos aufgeschlagen und wollte wohl unsere Wertsachen klauen. Gefunden hatte er aber zum Glück nichts, was ihm gefiel und uns blieb der Ärger eines kaputten Autos. Aber das gehört wohl dazu, wenn man ein Hotel am Rande eines ziemlich heruntergekommenen Gebiets bezieht. Wir verbrachten also unseren ersten Tag damit, den nächsten Polizeiposten zu suchen, das Auto zu säubern, zum Flughafen zu fahren um unser Auto vom Vermieter ersetzen zu lassen. Am Flughafen erlebten wir dann unsere nächste unangenehme Überraschung: Wir haben das Auto nicht wieder vollgetankt, da unsere Mietperiode ja noch nicht zu Ende war. Also durften wir für einen halben Tank 50 Stutz bezahlen, was für Ami-Verhältnisse Wucher ist, und auch für uns nicht gerade billig.
Am Dienstag hatten wir dann endlich mal Zeit für Sightseeing. Wir liefen zum Civic Center, wo wir die City Hall begutachteten. Nach einem Spaziergang entlang der Market Street kamen wir schlussendlich zur Powell Street - Wendepunkt zweier Cablecar-Linien und ehemaliger Standort meiner alten Sprachschule. Leider haben wir mein altes Tony Roma's Lokal nicht mehr gefunden. Wie wir später herausgefunden haben, hat Tony sich komplett aus SF zurückgezogen. Schade, dann halt woanders wieder.
Wir sind dann zu Fuss ein wenig durch Downtown SF gewandert und haben uns das MOMA, den Union Square und einiges mehr angesehen. Zum Schluss sind wir noch durch Chinatown geschlendert. Leider hat San Francisco sein Homeless-Problem immer noch nicht in den Griff gekriegt und somit wurden wir alle zehn Meter nach Kleingeld angehauen. Mühsam, aber wenigstens sind die meisten Obdachlosen freundlich und akzeptieren ein simples 'Sorry'.
Am Abend waren wir eingeladen zum Tee mit meiner ehemaligen Gastfamilie und sind anschliessen mit meiner Gastschwester Sushi essen gegangen.
Der Mittwoch war eher alternativ angehaucht. Zuerst machten wir uns auf nach Haight/Ashbury, dem Hippieviertel San Franciscos. Die Leute sind da zwar nicht mehr so hip wie vor 40 Jahren, aber trotzdem gibt es noch unzählige Shops mit Gütern für den Hippiealltag. Nach einer Stunde im Amoeba-Store sind wir dann zum Castro-District gelaufen. Castro ist die Heimat der Homosexuellen-Szene, was man an den vielen Regenbogen-Flaggen und den skurillen Schaufenster bemerken kann.
Nach dem Castro haben wir uns zur Mission Dolores begeben. Die Mission Dolores ist eine schöne Kirche inmitten des Multikulti-Districts und das älteste Gebäude der Stadt.Auf dem Heimweg haben wir noch am Alamo Square halt gemacht, wo wir einige Fotos von den Six Sisters - sechs ziemlich ähnlich aussehende Viktorianische Häuser - schiessen konnten.
Nach dem alternativen Tag haben wir uns tagsdarauf ins Touristengebiet San Franciscos, die Fisherman's Wharf, gewagt. Im Norden und im Osten San Franciscos sind die Piers situiert, welche für verschiedene Zwecke genutzt werden: Tourismus, National Preservation, Privatschiffe und professionelle Nutzung. Den Weg dahin sind wir ausnahmsweise mal nicht gelaufen sondern mit einem der berühmten Cable Cars gefahren. Wir haben uns da Schiffe aus der Goldgräberzeit, ein U-Boot, eine alte Arcadehalle und die Touristenfalle - Pier 39 - angeschaut, bevor wir pflichtgemäss einen Fisch zum Mittagessen verspiesen hatten.
Nach dem Touristenviertel sind wir dann noch durch den Financial District gewandert um die hohen Gebäude zu bestaunen, allen voran die Transamerican Pyramid, welche die Skyline San Franciscos unverwechselbar macht.
Zum Abschluss des Tages haben wir uns noch The Unborn im Kino reingezogen. Fazit: The Unborn = The (Jewish) Exorcist + Ju-On = Boooooring...
Am Freitag haben wir uns schlussendlich auf die Gefängnisinsel Alcatraz gewagt. Obwohl ich schon einmal da war, war es durchaus wieder ein lohnenswerter Ausflug. Sehr eindrücklich, wie die Knackis bis vor einem halben Jahrhundert hier gelebt haben.
Da nach dem Alcatraz-Besuch schon fast wieder Abend war haben wir noch den Coit Tower bestiegen um den Sonnenuntergang über der Westküste zu geniessen.
Tagsdarauf haben wir im Golden Gate Park den Japanese Tea Garden besucht, Tee getrunken und Fortune Cookies gegessen. Da ich endlich mal ein wenig Glück haben wollte, habe ich mein Guetsli selber ausgewählt. Resultat: 'You have a quiet and unobtrusive nature.' Danke! Kens Cookie: 'Luck is coming your way!' LOL. Klar. Wie hätte es anders sein können. Ich sag's ja ungern nochmal, aber: Als ob er's nötig hätte! ;-)
Nach dem Golden Gate Park haben wir den Bus ins Presidio genommen, weil Ken da unbedingt Industrial Light & Magic (George Lucas' Produktionsfirma) besichtigen wollte. Ich sagte ihm noch, dass es nebst ein paar Barracken nicht viel zu sehen geben wird, aber er wollte das mit eigenen Augen sehen. Schlussendlich war das einzige fotographierenswerte Objekt ein Brunnen mit einem lebensgrossen Yoda obendrauf, dafür haben wir einen potentiellen zukünftigen Arbeitsplatz gefunden. Zum Abschluss unserer Sightseeingtour durch San Francisco haben wir dann noch beim Wahrzeichen der Stadt Halt gemacht, bei der Golden Gate Bridge.
Diesen Abend hatten wir noch unseren ersten grossen Ausgang in den USA geplant. Zuvor haben wir noch beim Japaner halt gemacht und All-You-Can-Eat Sushi genossen. wie wir von meiner Gastschwester erfahren hatten, soll der Ausgang ganz in der Nähe unseres Hotels ziemlich gut sein. Die Bar, die wir besucht hatten, war auch ganz in Ordnung. Gutes Publikum, live Musik nebenan, sogar gutes Bier hatten sie. Aber! Um halb Zwei war letzte Runde, um Viertel vor Zwei schmissen sie uns raus. Gut, wahrscheinlich macht einfach diese Beiz zu und die Party geht nebenan weiter. Falsch gedacht. Auf der ganzen Strasse dasselbe Bild: Die Barbesucher stehen auf der Strasse rum, wechseln noch die letzten paar Worte und machen sich auf den Heimweg. Und weiterhin warten wir auf eine zweite Destination, die dem Schweizer Ausgang nahe kommt...
Am Sonntag gab's dann wieder mal einen Rausch-Ausschlaf-Erkältung-Auskurier-TV-Laundry-Tag. Am Abend wurden wir dann noch einmal von meinen Gasteltern eingeladen. Wir gingen ins älteste Italienische Restaurand der Stadt, wo wir gutes Essen genossen, über Gott und die Welt sprachen und alte Erinnerungen aufleben liessen.
Nach dem Wochenende machten wir einen Ausflug in den Süden in die Monterey Bay und fuhren dort um die Halbinsel auf einer Scenic Route mit Ausblick auf die Strände und Küsten am Pazifik. In Monterey haben wir an der Fisherman's Wharf, welche zwar kleiner als jene in SF, aber nicht weniger Tourist-trappy war, zu Mittag gegessen, was mir die wohl übelte Fahne seit langem eingebrockt hatte: Ultimate Seafood Pasta mit Muscheln, Fisch, Crevetten, Knoblauch, Käse, Zwiebeln und Allem, was noch dazu gehört. Ken hat's weniger fein gefunden...
Auf dem Rückweg sind wir danach durch Silicon Valley gefahren, was man sich auch spektakulärer vorstellt als es ist. Ein Las Vegas der Softwarefirmen ist es nicht. Google und Microsoft haben wir gefunden und sind danach wieder nach Hause gefahren.
Am Dienstag haben wir San Francisco dann den Rücken zugewandt und sind über Marin County in Richtung Berkeley gefahren. Zu erwähnen bleibt vielleicht noch, dass es an jedem Tag in SF schön und sonnig war, eine absolute Seltenheit hier, wo der Nebel und die hohe Luftfeuchtigkeit regieren. In Marin County haben wir zuerst in den Muir Woods Halt gemacht, wo es viele der riesigen Redwood Bäumen zu besichtigen gibt. Danach sind wir nach Point Reyes gefahren, wo man einen alten Leuchtturm besichtigen kann, wenn er nicht (wie jeden Dienstag und Mittwoch) geschlossen ist. wenn man Glück hat, sieht man zudem noch Wale vorbeiziehen. Das Glück hatten wir leider nicht.
Danach sind wir quer durch Marin County gefahren und haben dabei einen weiteren Ausleger von ILM gesucht. Vor sieben Jahren konnte man hier noch die Werke von Lucas Arts bestaunen, heute wurde alles ins Presidio verlegt. Wir haben lediglich die Skywalker Ranch gesehen, durften sie aber nicht betreten. Somit haben wir George Lucas entgültig aufgegeben und sind nach Berkeley gefahren.
In Berkeley haben wir uns eine riesige a.k.a. medium Pizza reingezogen und wollten darauf dem Studentenausgang zum Semesterbeginn beiwohnen. Wie wir aber später erfahren haben, seien die Berkeley-Studis nicht so party-wild, weshalb wir in der Nähe des Campus' auch keine vollbesetzte Studentenbar gefunden haben. Wir haben unseren Schlummertrunk (oder Verdauungstrunk) also in einer Bar in der Nähe des Hotels zu uns genommen.
Am nächsten Tag wollten wir dann den Campus besuchen um mal das Studentenleben im Ausland zu sehen. Fazit: Der Campus ist um ein vieles grösser, als was man in der Schweiz als Universität bezeichnet, aber sonst gibt's auf den ersten Blick wohl keine grossen Unterschiede im Leben eines Studenten. Da gerade Semesteranfang war, wurde viel für die Studentenverbindungen mit den ominösen Griechischen Abkürzungen und deren Parties (es gibt sie doch!) geworben. Wir stellten zudem fest, dass irgenwo versteckt in der Stadt am Abend zuvor eine Party einer Koreanischen Verbindung stattgefunden hatte. Super Timing, wieder einmal.
Leider konnten wir auch die Hawaiianische Party nicht besuchen, da wir schon für den selben Abend unser Hotel in Yosemite gebucht hatten. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen kleinen Umweg nach Sacramento, die Hauptstadt Kaliforniens. Leider hatten wir nicht das Glück Arnold Schwarzenegger persönlich zu sehen und so sind wir nur mit ein paar Fotos vom State Capitol und vom Vietnam War Memorial weitergefahren in den dritt-ältesten Nationalpark der Vereinigten Staaten.
Zu erwähnen bleibt noch, dass ich mir auf dem Weg in die Hauptstadt noch einen Ärmi-Punkt ergattert hatte. Aus irgendeinem Grund hatte ich an der Tankstelle vergessen, den Tankdeckel wieder zu montieren. Wir fuhren also ein paar Meilen mit 'offenem' Tank, bis uns ein netter Herr auf dem Freeway mit wildem Gefuchtel darauf aufmerksam machte. Benzin hatten wir zum Glück keins verloren. :-)
Thursday, January 22, 2009
Thursday, January 8, 2009
Von Zahlen und Fakten
So, da bin ich wieder! Fast genau einen Monat ist es her, seit ich einen Rückflug in die Schweiz gebucht hatte. Wie die meisten schon wissen, wurde mein Vater am 8.12.08 notfallmässig ins Spital in Baar eingeliefert und am Anfang sah es leider überhaupt nicht gut aus. Jedoch wurde er dann ins Unispital Zürich gebracht, wo Top-Chirurgen ihm das Leben retten konnten. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als ich ihn am Morgen im Spital auf der Intensivstation besuchen konnte. Es war kein schöner Anblick, meinen Vater an all den verschiedenen Schläuchen und Geräten angeschlossen zu sehen. Aber immerhin war er mental bei der Sache und ich konnte mit ihm kommunizieren.
Auch meine Schwester reiste von Korea aus hierher zurück, kam am Abend an und besuchte ihn im Spital. Es war schön, sie vorzeitig in der Schweiz wiederzusehen, denn im März kommen sie und Ossi zurück für 2 Wochen Ferien.
Umso erfreulicher war, dass sich mein Vater so rasch erholte und nach 4 Tagen die Intensivstation wieder verlassen konnte. Nach gut 3 Wochen Aufenthalt im Spital konnte er vor Jahreswende wieder nach Hause gehen, wo er sich langsam aber sicher wieder erholt. Betreut wird er von den Mitarbeitern von der Spitex und hat auch eine Verordnung für eine physiotherapeutische Domizilbehandlung bekommen, um sich wieder aufzubauen.
Als ich am Tag des Notfalls bei meiner Reiseversicherung anrief, um einen Rückflug in die Schweiz zu buchen, musste ich denen ein Rückflugdatum angeben, weil mein Fall als temporäre Rückreise betrachtet wird. Ich hatte doch keine Ahnung, wann ich wieder zurückfliegen könnte, vor allem war ich in einem Zustand, wo ich gar nicht mehr klar denken konnte, zu hypernervös war ich an diesem Abend, als ich vom Vorfall erfahren hatte. Also sagte ich denen einfach, dass ich in einem Monat zurückfliegen würde. Die nette Dame am anderen Ende erwähnte mir jedoch, dass ich im Falle einer Umbuchung für die Kosten selbst aufkommen müsste, was für mich auch ok war. Ich dachte, dass die Kosten für solche Umbuchungen so 100 bis 200.- betragen würden... Denkste!
Anscheinend hat mir die Reiseversicherung das billigste Flugticket gebucht, sprich Economy-Class mit der billigsten Unterklasse. Ich hab noch nie was von dieser Unterklasse gehört, aber auf jeden Fall wollte ich, als mein Vater das Spital verlassen konnte, wieder zurück in die Staaten reisen, was zwar möglich gewesen wäre, aber zu einem saumässig hohen Preis! ca. 1000$ USD hätte ich für die Umbuchung bezahlen müssen, weil bis zum 9.1. (mein offizieller Rückflug) kein Platz mehr in dieser Unterklasse vorhanden ist und wegen des Upgrades fallen da Kosten von ca. 800$ an. Die Kosten für die Umbuchung selbst war so ca. 200$.
Da wir bis zum 6.1. sowieso mit einer "Kollegin" herumgereist wären, die wir in Korea an einem Dinner Event getroffen hatten (also eigentlich hab ich sie gar nicht gesehen an diesem Abend, weil sie am anderen Tisch sass) und über die im Vorfeld viel gemunkelt wurde, aber wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, handelt es sich gar nicht um die Person, an die wir alle dachten (Michael, d'Lynn und dä Ossi känned diä Person au erscht sit dem Abig ;-)), habe ich beschlossen, dass Michael mit ihr und ihrer Kollegin alleine herumreisen soll, da es ihm bestimmt nicht langweilig werden würde (warum auch? es sind Koreanerinnen!!!! ;-)) und ich mir auf diese Art und Weise 1000$ sparen konnte.
Der kurze Aufenthalt hier in der Schweiz fühlte sich irgendwie komisch an, war ich doch noch in Ferienstimmung. Aber die Rückkehr hatte auch seine guten Seiten: Erstens konnte ich den organisatorischen Kram erledigen, wie Briefe beantworten, unnötiges Material zu Hause deponieren, etc. Auch konnte ich einige KollegenInnen wieder sehen und konnte immerhin schon über die halbe Weltreise berichten ;-)
Gemacht hatte ich in diesem Monat nicht viel. In den ersten 3 Wochen besuchte ich täglich meinen Vater im Spital und am Abend verbrachte ich die meiste Zeit vor dem Fernseher. Dafür kann ich jetzt behaupten, dass ich mittlerweile alle aktuellen Filme gesehen habe ;-). Auch zockte ich online ein paar tausend Hände, um auf unserer Reise den Gewinn in Bier zu investieren.
Aber langweilig war es mir schon, weil ich mich wie ein Arbeitsloser fühlte (bin ich ja eigentlich auch offiziell, oder?) und den ganzen Tag nichts sinvolles machen konnte. Umso mehr freue ich mich dafür auf den Rückflug in die Staaten, vor allem mit dem guten Gewissen im Hinterkopf, dass es meinem Dad nun viel besser geht.
Ach ja, natürlich hab ich all die Kreditenkartenrechnungen und Bankbelege angeschaut während meines Aufenthaltes in der Schweiz. Ich wollte wissen, wieviel Geld wir in den ersten 3 Monaten in Asien, Neuseeland, Hawaii und Vancouver ausgegeben hatten. Ich geb's ja zu, dass wir grundsätzlich eher sparsam waren, aber wir haben doch wieder hie und da ein Souvenir gekauft, einige Male gut gegessen und natürlich den Ausgang mit Bier verbracht. Bilanz: Knapp 6'700.- CHF hab ich bisher ausgegeben. Das ist einerseits recht wenig, aber wenn man bedenkt, dass wir an vielen Orten gratis wohnen und schlafen konnten, überall immer wieder mal zum Essen eingeladen wurden, Leute uns Geldgeschenke gaben und Fische am Tisch uns ihr Geld shippten, dann ist das ganze doch nicht so erstaunlich.
Da wir deutlich unter dem Budgetierten sind (ca. 3000.- pro Monat), können wir in den nächsten 2 Monaten ohne grössere Bedenken normal weiterreisen wie bisher. Und wer weiss, vielleicht landen wir ja den ganz grossen Coup in Vegas und finanzieren unsere komplette Weltreise damit *just kidding*!
Ach ja, zum Schluss noch 2 Aufnahmen aus Japan. Rechts ein Fisch in einem Aquarium in Osaka, und links.... Die Ähnlichkeiten sind nicht zu übersehen! ;-)
Auch meine Schwester reiste von Korea aus hierher zurück, kam am Abend an und besuchte ihn im Spital. Es war schön, sie vorzeitig in der Schweiz wiederzusehen, denn im März kommen sie und Ossi zurück für 2 Wochen Ferien.
Umso erfreulicher war, dass sich mein Vater so rasch erholte und nach 4 Tagen die Intensivstation wieder verlassen konnte. Nach gut 3 Wochen Aufenthalt im Spital konnte er vor Jahreswende wieder nach Hause gehen, wo er sich langsam aber sicher wieder erholt. Betreut wird er von den Mitarbeitern von der Spitex und hat auch eine Verordnung für eine physiotherapeutische Domizilbehandlung bekommen, um sich wieder aufzubauen.
Als ich am Tag des Notfalls bei meiner Reiseversicherung anrief, um einen Rückflug in die Schweiz zu buchen, musste ich denen ein Rückflugdatum angeben, weil mein Fall als temporäre Rückreise betrachtet wird. Ich hatte doch keine Ahnung, wann ich wieder zurückfliegen könnte, vor allem war ich in einem Zustand, wo ich gar nicht mehr klar denken konnte, zu hypernervös war ich an diesem Abend, als ich vom Vorfall erfahren hatte. Also sagte ich denen einfach, dass ich in einem Monat zurückfliegen würde. Die nette Dame am anderen Ende erwähnte mir jedoch, dass ich im Falle einer Umbuchung für die Kosten selbst aufkommen müsste, was für mich auch ok war. Ich dachte, dass die Kosten für solche Umbuchungen so 100 bis 200.- betragen würden... Denkste!
Anscheinend hat mir die Reiseversicherung das billigste Flugticket gebucht, sprich Economy-Class mit der billigsten Unterklasse. Ich hab noch nie was von dieser Unterklasse gehört, aber auf jeden Fall wollte ich, als mein Vater das Spital verlassen konnte, wieder zurück in die Staaten reisen, was zwar möglich gewesen wäre, aber zu einem saumässig hohen Preis! ca. 1000$ USD hätte ich für die Umbuchung bezahlen müssen, weil bis zum 9.1. (mein offizieller Rückflug) kein Platz mehr in dieser Unterklasse vorhanden ist und wegen des Upgrades fallen da Kosten von ca. 800$ an. Die Kosten für die Umbuchung selbst war so ca. 200$.
Da wir bis zum 6.1. sowieso mit einer "Kollegin" herumgereist wären, die wir in Korea an einem Dinner Event getroffen hatten (also eigentlich hab ich sie gar nicht gesehen an diesem Abend, weil sie am anderen Tisch sass) und über die im Vorfeld viel gemunkelt wurde, aber wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, handelt es sich gar nicht um die Person, an die wir alle dachten (Michael, d'Lynn und dä Ossi känned diä Person au erscht sit dem Abig ;-)), habe ich beschlossen, dass Michael mit ihr und ihrer Kollegin alleine herumreisen soll, da es ihm bestimmt nicht langweilig werden würde (warum auch? es sind Koreanerinnen!!!! ;-)) und ich mir auf diese Art und Weise 1000$ sparen konnte.
Der kurze Aufenthalt hier in der Schweiz fühlte sich irgendwie komisch an, war ich doch noch in Ferienstimmung. Aber die Rückkehr hatte auch seine guten Seiten: Erstens konnte ich den organisatorischen Kram erledigen, wie Briefe beantworten, unnötiges Material zu Hause deponieren, etc. Auch konnte ich einige KollegenInnen wieder sehen und konnte immerhin schon über die halbe Weltreise berichten ;-)
Gemacht hatte ich in diesem Monat nicht viel. In den ersten 3 Wochen besuchte ich täglich meinen Vater im Spital und am Abend verbrachte ich die meiste Zeit vor dem Fernseher. Dafür kann ich jetzt behaupten, dass ich mittlerweile alle aktuellen Filme gesehen habe ;-). Auch zockte ich online ein paar tausend Hände, um auf unserer Reise den Gewinn in Bier zu investieren.
Aber langweilig war es mir schon, weil ich mich wie ein Arbeitsloser fühlte (bin ich ja eigentlich auch offiziell, oder?) und den ganzen Tag nichts sinvolles machen konnte. Umso mehr freue ich mich dafür auf den Rückflug in die Staaten, vor allem mit dem guten Gewissen im Hinterkopf, dass es meinem Dad nun viel besser geht.
Ach ja, natürlich hab ich all die Kreditenkartenrechnungen und Bankbelege angeschaut während meines Aufenthaltes in der Schweiz. Ich wollte wissen, wieviel Geld wir in den ersten 3 Monaten in Asien, Neuseeland, Hawaii und Vancouver ausgegeben hatten. Ich geb's ja zu, dass wir grundsätzlich eher sparsam waren, aber wir haben doch wieder hie und da ein Souvenir gekauft, einige Male gut gegessen und natürlich den Ausgang mit Bier verbracht. Bilanz: Knapp 6'700.- CHF hab ich bisher ausgegeben. Das ist einerseits recht wenig, aber wenn man bedenkt, dass wir an vielen Orten gratis wohnen und schlafen konnten, überall immer wieder mal zum Essen eingeladen wurden, Leute uns Geldgeschenke gaben und Fische am Tisch uns ihr Geld shippten, dann ist das ganze doch nicht so erstaunlich.
Da wir deutlich unter dem Budgetierten sind (ca. 3000.- pro Monat), können wir in den nächsten 2 Monaten ohne grössere Bedenken normal weiterreisen wie bisher. Und wer weiss, vielleicht landen wir ja den ganz grossen Coup in Vegas und finanzieren unsere komplette Weltreise damit *just kidding*!
Ach ja, zum Schluss noch 2 Aufnahmen aus Japan. Rechts ein Fisch in einem Aquarium in Osaka, und links.... Die Ähnlichkeiten sind nicht zu übersehen! ;-)
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